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21.01.10
Herausforderungen ernst nehmen - Landschaftspfleger fordern zielgerichtetes Handeln beim Schutz von Biodiversität, Wasser und KlimaAnsbach / Berlin, 21.01.2010 Die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) muss sich wesentlich enger an den von der EU definierten Herausforderungen Klimaschutz, Wassermanagement, Bioenergie und Biodiversität orientieren. Dies ist das Ergebnis des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung, des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege e.V. (DVL) auf der Grünen Woche in Berlin. Die Landschaftspfleger zogen zusammen mit Vertretern von Behörden, Wissenschaftlern und Praktikern eine ernüchternde Bilanz aus dem Health Check. DVL-Vorsitzender Josef Göppel MdB richtete deshalb den Blick nach vorne. „Es gibt bereits interessante Vorschläge, wie wir im Rahmen der GAP landwirtschaftliche Produktion mit dem Schutz und der Entwicklung artenreicher Kulturlandschaften besser verbinden können“, so Göppel.
Besonders das aktuelle Gutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) zeigt aus Sicht von Göppel auf, wo der Weg hingehen muss. Der SRU fordert in seiner Stellungnahme eine bessere Qualifizierung der 1. Säule-Zahlungen. Zusätzlich bedarf es laut SRU einer praxisorientierten Weiterentwicklung der Agrarumweltmaßnahmen und der Einführung spezieller Programme zur Landschaftspflege, um Gelder im Naturschutz und Landschaftspflege effektiver und mit höherem Erfolg einzusetzen. „Mit Landschaftspflegeprogrammen als Ergänzung des Vertragsnaturschutzes hat der DVL in einigen Bundesländern wie Bayern, Sachsen oder Baden-Württemberg hervorragende Erfahrungen gemacht“, so Göppel. Dieses Werkzeug sollte daher bundesweit stärker angeboten werden. Aus Sicht der Landschaftspfleger zeigt sich nach der Notifizierung der Änderungsanträge der Bundesländer, dass im Rahmen des Health Check Chancen vertan wurden. Mancherorts wurden durch Umschichtung von Landesmitteln andere Förderbereiche, wie zum Beispiel Bauinvestitionen oder Ausgleichzulage aufgestockt. Ein sinnvolles Gegensteuern zum Erhalt der flächendeckenden Landwirtschaft können die Landschaftspfleger in diesem Vorgehen nicht erkennen. Nur 58 Mio. EUR von 465 Mio. EUR der zusätzlichen Ausgleichszulage kommen den vom Strukturwandel besonders betroffenen Berggebieten zu Gute. Der DVL will den Blick nach Vorne richten. Die von der EU konstatierten Herausforderungen bleiben und werden bei der Diskussion um die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik eine zentrale Rolle einnehmen. Hier wollen die Landschaftspfleger konsequent Überzeugungsarbeit leisten, um die Förderinhalte praxisgerecht zu gestalten. Bisher steht oft nicht die Notwendigkeit einer Maßnahme im Vordergrund, sondern die Kontrollierbarkeit. Die Landschaftspflegeverbände arbeiten deutschlandweit mit ca. 20.000 Landwirten zusammen und setzen zahlreiche Projekte zum Wassermanagement, im Bioenergiebereich und im Arten- und Biotopschutz um. „Wir führen keine theoretische Diskussion, sondern wir wissen wo der Schuh drückt“, so Göppel. Kontakt: Dr. Jürgen Metzner Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) Feuchtwanger Straße 38 D-91522 Ansbach Tel.: ++49 / (0)981 / 4653-3541 Fax: ++49/ (0)981 / 4653-3550 email: metzner@lpv.de ------------------------------------------------------------------------------------ v.i.S.d.P.: Bernd Blümlein, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Feuchtwangerstr. 38, 91522 Ansbach, Tel: 0981/4653-3544, e-mail: bluemlein@lpv.de
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