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19.02.10
Spitze der bayerischen Landschaftspflegeverbände bei Jahrestreffen in Mitwitz bestätigtBayerische Landschaftspfleger halten Rückblick auf 2009 und setzen Impulse für weitere Gemeinschaftsprojekte in 2010.
Ansbach, 18.2.2010. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Artensterbens und der gravierenden Folgen des Klimawandels auch für die Landwirtschaft sehen die Landschaftspflegeverbände in dem internationalen „Jahr der Biodiversität“ eine große Chance, die Bedeutung von Arten- und Lebensraumschutz voranzubringen: „Wir werden unsere erfolgreiche Arbeit mit unseren Partnern auch unter den aktuellen Vorzeichen engagiert fortsetzen“ geben sich die Vertreter und Vertreterinnen der bayerischen Landschaftspflegeverbände bei ihrem alljährlichen Treffen in Mitwitz zuversichtlich. „Dank der Unterstützung und hohen Förderung durch das Bayerische Umweltministerium, das Bayerische Landwirtschaftsministerium und durch die EU war es uns wieder möglich, wichtige Landschaftspflegemaßnahmen und -projekte durchzuführen“, so Klaus Blümlhuber, Landessprecher der bayerischen Landschaftspflegeverbände und Geschäftsführer des LPV Kelheim. Profitiert davon hätten vor allem die Landschaften in Bayern, die Landwirte und die Kommunen. Mit der Unterstützung des Umweltministeriums sei auch im neuen Jahr wieder zu rechnen, versprach Dr. Manfred Mühlbauer, der als Vertreter des Ministeriums nach Mitwitz gekommen war. „Schließlich stellen die Landschaftspflegeverbände mit 2/3 aller durchgeführten Maßnahmen in Bayern die Hauptpartner des Ministeriums bei der Landschaftspflege dar“, stellte er fest. „Über die reinen Pflegemaßnahmen hinaus stehen die Verbände den Gemeinden und Landwirten aber auch dann zur Verfügung, wenn es darum geht, Gewässer im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie zu renaturieren, Streuobst zu vermarkten und Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen“, umriss Sibylle Tschunko als stellvertretende Landessprecherin und Geschäftsführerin des LPV Mittelfranken das breite Aufgabenfeld der Verbände. Klaus Blümlhuber und Sibylle Tschunko wurden bei den Wahlen des Landessprechers bzw. der stellvertretenden Landessprecherin einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu als stellvertretender Landessprecher kam Nicolas Liebig vom Landschaftspflegeverband der Stadt Augsburg hinzu, der die Erfahrungen eines städtischen Verbandes in die Arbeit mit einbringen will: „Gerade in einer Stadt spielt es eine große Rolle, der Bevölkerung den Sinn von Landschaftspflegemaßnahmen näher zu bringen und ihr den Wert einer naturnahen Erholungslandschaft zu vermitteln“, erläutert Liebig. Deshalb haben die bayerischen Landschaftspflegeverbände zusammen mit dem Umweltministerium das deutschlandweit beachtete Projekt „Bayerns UrEinwohner“ gestartet. „Damit gelingt es, mit vielen neuen und witzigen Ideen den Erhalt der Artenvielfalt in die Köpfe und Herzen der bayerischen Bevölkerung zu bringen,“ so Blümlhuber. „Nur mit Zustimmung der Bevölkerung kann uns das auf Dauer gelingen und nur so können wir unsere schönen Landschaften, das Gesicht Bayerns, erhalten.“ Mit der Gründung eines neuen Verbandes im Landkreis Rottal-Inn ist die Zahl der Verbände bayernweit auf 53 angewachsen. Trotz des gestiegenen Verwaltungsaufwandes bei der Maßnahmenabwicklung konnten die Verbände auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurückblicken: neben vielen Einzelmaßnahmen zum Schutz von Arten und Lebensräumen stand vor allem die Pflege von Natura 2000-Gebieten im Mittelpunkt der Verbandsarbeiten. Mehr Informationen zu dem Projekt Bayerns UrEinwohner finden Sie unter www.bayernsureinwohner.de Kontakt: Beate Krettinger, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Feuchtwangerstraße 38, 91522 Ansbach, Tel: 0981/4653-3542, E-mail: krettinger@lpv.de Auf Wunsch kann Bildmaterial zur Verfügung gestellt werden. |


